Die Preise werden alle fünf Minuten aktualisiert. Letztes Update: 19.02.2026 15:45 Uhr
Die ARAL-Station am Wirth-Center ist dauerhaft geschlossen.
Nach Auswertung der bisher vorliegenden Daten scheint es am günstigsten zu sein, mittwochs ab 20:15 Uhr zu tanken.
Die HEM ist in der Regel zwischen 5:30 und 5:45 Uhr von allen Stationen die günstigste.
Preisverlauf heute (Diesel)
Durch Anklicken einer Tankstelle in der Legende der Charts kann die zugehörige Linie ein- oder ausgeblendet werden.
So lassen sich einzelne Linien ausblenden, um die Übersichtlichkeit des Diagramms zu erhöhen.
Preisverlauf der letzten 5 Tage (Diesel)
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Langzeitstatistik: Durchschnittlicher Dieselpreis pro Woche (€/L) am Beispiel der ESSO
Spannende Fakten und Informationen zu Sprit-Preisen
Die dritte Stelle bei Spritpreisen
Der Ursprung: Die Ölkrise der 70er
Alles begann mit der Ölkrise 1973. Damals stiegen die Preise für Rohöl massiv an. Die Mineralölgesellschaften wollten die Preiserhöhungen so präzise wie möglich an die Kunden weitergeben, aber gleichzeitig den psychologischen Effekt nutzen.
- Der Wettbewerbsfaktor: In einem Markt, in dem es oft nur um Zehntel-Cent geht, wollten Tankstellenbetreiber günstiger wirken als die Konkurrenz.
- Die 9er-Psychologie: Wie im Einzelhandel die "Psychopreise" (z.B. 1,99 €), wirkt 1,749 € für unser Gehirn attraktiver als glatte 1,75 €.
Warum genau 9 Zehntel?
Früher gab es sogar Variationen (mal 2, mal 5 Zehntel), aber mit der Zeit hat sich die 9 als Industriestandard durchgesetzt. Es ist quasi die "Marketing-Eins" der Tankstellen.
In Deutschland gab es 2013 tatsächlich einen Vorstoß der Verbraucherschutzminister, die dritte Nachkommastelle gesetzlich zu verbieten, um für mehr Transparenz zu sorgen.
- Das Ergebnis: Der Vorschlag wurde damals von der Bundesregierung ignoriert und nicht umgesetzt. Man fürchtete den technischen Aufwand bei der Umstellung der Zapfsäulen und Kassensysteme.
- Aktueller Fokus: Momentan konzentriert sich die deutsche Politik eher auf die Häufigkeit der Preisänderungen (oft bis zu 18 Mal am Tag), nach dem Vorbild Österreichs, statt auf die Nachkommastellen.
Die Hochrechnung für Deutschland
Um zu verstehen, was diese winzige Stelle hinter dem Komma ausmacht, schauen wir uns den jährlichen Kraftstoffabsatz in Deutschland an:
- Absatz: In Deutschland werden pro Jahr etwa 17 bis 18 Millionen Tonnen Benzin und rund 30 bis 33 Millionen Tonnen Diesel verkauft (Stand 2024/2025).
- Umrechnung in Liter: Da ein Liter Kraftstoff leichter ist als Wasser, ergibt das grob 60 bis 65 Milliarden Liter Kraftstoff pro Jahr.
- Der 0,9-Cent-Faktor: Wenn wir davon ausgehen, dass fast jede Tankstelle diese 0,9 Cent aufschlägt: 60.000.000.000 Liter × 0,009 € = 540.000.000 €
Das Ergebnis
Allein in Deutschland fließen durch die dritte Nachkommastelle jährlich schätzungsweise über eine halbe Milliarde Euro (ca. 540 Millionen Euro) zusätzlich in die Kassen der Mineralölwirtschaft. Für den einzelnen Pächter vor Ort bleibt davon oft kaum etwas übrig. Die Pächter verdienen pro Liter meist nur einen fixen Betrag (oft zwischen 1 und 2 Cent), egal ob der Sprit 1,50 € oder 2,10 € kostet. Die 0,9 Cent sind also eher ein Werkzeug der großen Strategen. Für dich als Einzelnen macht es pro Tankfüllung (50 Liter) gerade mal 45 Cent aus. Das ist zu wenig, um wütend auf die Straße zu gehen, aber in der Summe eben ein gigantisches Geschäft. Es ist im Grunde das erfolgreichste Crowdfunding-Projekt der Welt – nur dass wir nicht gefragt wurden, ob wir mitmachen wollen.
Und die Preise? Wofür zahle ich eigentlich? Wer bekommt mein Geld?
Wenn du heute (Anfang 2026) für etwa 1,74 € (E10) oder 1,72 € (Diesel) tankst, wandert der Großteil davon direkt an den Staat.
Hier ist die aktuelle Aufschlüsselung, warum der Sprit so viel kostet:
1. Der größte Brocken: Steuern & Abgaben (ca. 55–60 %)
Der Staat ist dein teuerster Beifahrer. Die Abgaben setzen sich aus drei Teilen zusammen:
- Energiesteuer (ehemals Mineralölsteuer): Das ist ein fester Betrag pro Liter. Bei Benzin sind das stolze 65,45 Cent, bei Diesel (wegen der Subventionierung) etwa 47,04 Cent.
- CO2-Preis (Neu für 2026): Seit dem 1. Januar 2026 liegt der CO2-Preis in Deutschland bei bis zu 65 € pro Tonne. Das macht an der Zapfsäule aktuell etwa 18 bis 19 Cent pro Liter aus (inklusive MwSt.).
- Mehrwertsteuer (19 %): Das „Fiese“ hierbei: Die 19 % MwSt. werden am Ende auf den Gesamtbetrag erhoben – also auch auf die Energiesteuer und den CO2-Preis. Eine Steuer auf die Steuer.
2. Der "echte" Preis: Warenwert & Deckungsbeitrag (ca. 40–45 %)
Hier stecken die Kosten drin, die tatsächlich mit dem Öl zu tun haben:
- Rohölpreis & Dollar-Kurs: Da Öl weltweit in Dollar gehandelt wird, spielt auch der Wechselkurs eine riesige Rolle.
- Logistik & Raffinerie: Transport per Tankschiff, Pipeline und LKW sowie die Verarbeitung.
- Deckungsbeitrag (Gewinn der Konzerne): Hier sind die Kosten für Pacht, Personal und Werbung der Tankstellen drin – und natürlich der Gewinn der Ölmultis. Dieser Teil macht oft nur etwa 10 bis 15 Cent vom Gesamtpreis aus.
Die Beispiel-Rechnung (E10 bei 1,739 €)
| Posten | Betrag pro Liter | Anteil |
|---|---|---|
| Energiesteuer | 0,655 € | ~ 38 % |
| CO2-Abgabe (2026) | 0,185 € | ~ 11 % |
| Mehrwertsteuer (19%) | 0,278 € | ~ 16 % |
| Produktionskosten/Rohöl/Gewinn | 0,621 € | ~ 35 % |
| Gesamtpreis | 1,739 € | 100 % |
Warum schwankt der Preis so extrem?
Vielleicht ist dir aufgefallen, dass die Preise im Laufe des Tages massiv springen (bis zu 22 Cent Unterschied). Das liegt nicht am Ölpreis, sondern an Algorithmen.
- Morgens (ca. 7 Uhr): Am teuersten (Berufsverkehr).
- Abends (ca. 19–22 Uhr): Meist am günstigsten.
Interessanter Fakt: Zum Jahreswechsel 2026 gab es einen kleinen Aufschrei, weil die Preise stärker gestiegen sind, als es der CO2-Preis allein gerechtfertigt hätte. Das Bundeskartellamt hat hier bereits ein Auge drauf, weil vermutet wird, dass die Konzerne die Steuererhöhung genutzt haben, um ihre eigene Marge noch ein bisschen „aufzuhübschen“.
Wie günstig kann es werden?
Um den „rechnerisch günstigsten Preis“ zu ermitteln, müssen wir das Szenario annehmen, in dem der Rohölpreis auf 0 Euro fällt (wie es kurzzeitig zu Beginn der Corona-Pandemie bei Termingeschäften passierte) und die Konzerne keinerlei Gewinnmarge verlangen.
Selbst dann wäre der Sprit in Deutschland im Jahr 2026 nicht kostenlos. Hier ist die Rechnung für den absoluten „Null-Euro-Rohöl“-Preis (Stand 2026):
1. Die unvermeidbaren Fixkosten (Steuern & Abgaben)
Diese Beträge fallen pro Liter an, egal wie billig das Öl ist:
- Energiesteuer:
- Benzin: 65,45 Cent
- Diesel: 47,04 Cent
- CO2-Preis (Minimum 2026 bei 55 €/Tonne):
- Benzin (E10): ca. 15,7 Cent
- Diesel: ca. 17,3 Cent
- Erdölbevorratungsbeitrag (EBV):
- Ein kleiner Beitrag für die staatliche Notreserve, ca. 0,3 Cent
2. Die Mehrwertsteuer-Falle
Die 19 % Mehrwertsteuer werden am Ende auf die Summe aus Warenwert und Steuern erhoben. Selbst wenn der Warenwert 0 € ist, musst du die Mehrwertsteuer auf die Energiesteuer und den CO2-Preis zahlen.
Das Ergebnis: Der theoretische Mindestpreis 2026
Wenn das Öl geschenkt wäre und die Tankstelle aus Nächstenliebe arbeitet:
| Kraftstoff | Fixe Abgaben (netto) | + 19 % MwSt. | Mindestpreis (brutto) |
|---|---|---|---|
| Super E10 | 81,45 Cent | 15,48 Cent | ~ 0,969 € |
| Diesel | 64,64 Cent | 12,28 Cent | ~ 0,769 € |
Fazit: Unter etwa 97 Cent für Benzin und 77 Cent für Diesel kann der Preis 2026 rein rechnerisch niemals fallen – selbst wenn wir das Öl umsonst bekämen.
Warum das nie passieren wird
In der Realität kommen noch mindestens 20 bis 40 Cent für die Förderung, den Transport per Tankschiff, die Raffinerie (die viel Energie verbraucht) und die Logistik per LKW zur Tankstelle hinzu. Zusammengerechnet bedeutet das: Alles unter 1,30 € für Benzin und 1,10 € für Diesel wäre im aktuellen Jahr 2026 ein absolutes Wirtschaftswunder und würde bedeuten, dass die Ölkonzerne massiv draufzahlen.

